Donald Trump

Donald Trump mit Ehefrau Melania
Foto: Marc Nozell, CC BY 2.0, Wikipedia Commons

Donald John Trump wurde als viertes von fünf Kindern am 14. Juni 1946 in Queens (New York) geboren. Sein Vater Frederick Trump ist Multimilliardär. Als Immobilienunternehmer hatte er sich vor allem auf den Bau von Mietskasernen in Queens, Staten Island und Brooklyn spezialisiert. Während Donald Trumps Großeltern väterlicherseits Einwanderer aus der Pfalz waren, stammte seine Mutter Mary Anne MacLeod ursprünglich aus Schottland. Im Alter von 13 Jahren besuchte Donald Trump das Internat New York Military Academy, wo er insbesondere durch seine sportlichen Leistungen auf sich aufmerksam machte. Für sein Studium der Wirtschaftswissenschaften ging er 1964 zunächst an die Fordham Universität und wechselte dann zwei Jahre später an die Wharton School in Philadelphia, wo er 1968 auch seinen Bachelor abschloss.

Leben

Donald Trump mit Frau
Foto: WEBN-TV, CC BY-ND 2.0, flickr.com

Im Jahr 1977 nahm er das tschechische Model Ivana Marie Zelníková zur Frau. Mit ihr hat er die Söhne Donald Jr., Eric, sowie die Tochter Ivanka. Die Scheidung erfolgte 1992, woraufhin Trump kurzzeitig mit Carla Bruni liiert war. Die zweite Ehe ging er von 1993 bis 1999 mit der Schauspielerin Marla Maples ein, aus der Tochter Tiffany hervor ging. Sein fünftes Kind hat Trump aus der Ehe mit dem slowenisch-stämmigen Model Melania geb. Knauss, mit der er seit 2006 verheiratet ist. Zwei seiner Kinder haben bereits führende Positionen im Familienunternehmen The Trump Organization, einem Mischkonzern mit mehreren Zehntausend Angestellten. Inzwischen ist Trump achtfacher Großvater. Er gehört der protestantischen Kirche Marble Collegiate Church an, die Teil der reformierten Kirche mit calvinistischer Prägung ist, zu der etwa 300 000 Menschen in den USA und Kanada gehören. Laut eigenen Angaben verzichtet er komplett auf den Konsum von Zigaretten und alkoholischen Getränken.

Unternehmer

Trumps Stern in Hollywood
Foto: Neelix, Wikipedia Commons

Trump übernahm 1971 das Unternehmen seines Vaters, in dem er zuvor bereits gearbeitet hatte. Er nutzte die schlechte Wirtschaftslage in Manhattan zu seinen Gunsten, indem er sein Geschäft nach dort verlagerte und hohe Steuernachlässe bezog. Seit der Finanzkrise hat sich Trump auch auf Aktiengeschäfte spezialisiert. Unter dem Namen „Trump Organization“ sind verschiedene Geschäftsmodelle , wie etwa auch das Trump Model Management zusammengefasst. Als Unternehmer war er wiederholt Namensgeber für große Bauprojekte, wie etwa den Trump World Tower oder das Trump Building. Derzeit unterhält er neun Hotels, die meisten davon in den USA. Über mehrere Jahre hinweg war Trump auch im Casinogeschäft aktiv, bis das Unternehmen Trump Entertainment Resorts zunehmend in Schwierigkeiten geriet und er sich 2009 für einen Ausstieg entschied. Neben Investitionen in Golf und American Football hat er sich auch bereits im Boxsport finanziell eingebracht. Medial hat Trump bereits als Buchautor, Schauspieler, Kommentator, sowie als tragende Figur in der TV-Serie „Apprentice“ und als Medienunternehmer mitgewirkt.

Politische Karriere

Donald Trump mit Unterstützerin Sarah Palin
Foto: Alex Hanson, CC BY 2.0, Wikipedia Commons

Politisch blickt Trump auf eine wechselhafte Karriere zurück. Nachdem er sich 1987 den Republikanern anschloss, wechselte er 2001 zur Independence Party, anschließend zu den Demokraten, um 2009 zu den Republikanern zurückzukehren. Auch spendete er bis 2009 fast ausgeglichen für beide große Parteien, zahlte sogar 100.000 US-Dollar in die Clinton Foundation ein. Er hatte mehrfach eine Kandidatur als US-Präsident, sowie als Gouverneur von New York erwogen, bevor er schließlich 2015 ankündigte, für die Vorwahlen der Republikaner als Kandidat im US-Präsidentschaftswahlkampf antreten zu wollen. Unter dem Slogan von Ronald Reagen „Make America Great Again“, an dem Trump die Nutzungsrechte erworben hat, kandidiert er seitdem.

Wahlkampf 2016

Foto: Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, Wikipedia Commons

Vor allem aufgrund seiner aggressiven Rhetorik und feindlichen Äußerungen stand Trump wiederholt in der Kritik. So griff er etwa speziell weibliche Journalistinnen oder politische Gegnerinnen aufgrund ihres Aussehens an, oder forderte als Konsequenz aus dem Attentat in San Bernardino ein Einreiseverbot für Muslime. Dennoch ging der Kandidat in Umfragen bereits frühzeitig in Führung – eine Position, die er nur im Herbst 2015 etwas einbüßte. Bis zum Ende des Jahres hatte sich sein Führungsanspruch etabliert. Umfragen zufolge sehen Bürgerinnen und Bürger vor allem im Bereich der Wirtschaftspolitik seine größte Qualifikation. Weite Vorsprünge verzeichnete er aber auch in Befragungen zu Terrorismusbekämpfung, Außenpolitik, illegale Einwanderung und Führungsstärke. Sein erfolgreichster innerparteilicher Konkurrent Ted Cruz, der Kandidat des konservativen Tea-Party-Flügels, hatte am Abend des 3. Mai 2016 seinen Rückzug erklärt. Der einzig verbliebene innerpartliche Konkurrent John Kasich, Gouverneur von Ohio, erklärte wenig später ebenfalls seinen Rückzug. Mit knapp 70 Prozent der Delegiertenstimmen ist Trump am 19. Juli 2016 beim Nominierungsparteitag der Republikaner ("Republican National Convention") in Cleveland zum Präsidentschaftskandidaten gewählt worden.

Mehr Informationen zu den Positionen Trumps finden Sie hier.

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Quellen

Offizielle Website von Donald Trump:
Donald Trump

Biography.com:
Donald Trump

Spiegel Online:
Donald Trump

Wikipedia:
Donald Trump