Hillary Clinton

Hillary Clinton im Wahlkampf
Bild: Gage Skidmore, CC BY-SA 2.0

Hillary Clinton wurde am 26. Oktober 1947 als Hillary Diane Rodham geboren. Sie wuchs zusammen mit zwei jüngeren Brüdern unter bürgerlichen Verhältnissen in Chicago (Illinois) auf. Schon Mitte der 60er Jahre engagierte sie sich politisch im Wahlkampf für den Republikaner Barry Goldwater. 1968 allerdings wechselte sie das politische Lager und wurde Demokratin. Ihren Studienabschluss erwarb sie in Jura an der Yale Universität und schloss daran ein Postgraduales Studium zu Kinderrechten im Yale-Child-Study-Center an, wo sie zuvor bereits ehrenamtlich tätig war. Anschließend arbeitete sie als Rechtsanwältin in der bekannten Anwaltskanzlei Rose in Little Rock und als Professorin an der University of Arkansas. Den späteren Präsidenten Bill Clinton, den sie an der Universität kennengelernt hatte, heiratete sie 1975. Fünf Jahre später wurde ihre gemeinsame Tochter geboren. Als Bill Clinton 1978 zum Gouverneur von Arkansas gewählt wurde, gab sie ihre Stelle als Professorin auf.  Von 1986 bis 1992 vertrat sie als Mitglied im Aufsichtsrat die Supermarkt-Kette Wal-Mart.

First Lady und Senatorin

Hillary Clinton mit ihrem Mann Bill Clinton
Foto: White House, CC BY-SA 3.0, Wikipedia Commons

An seiner Seite war sie von 1993 bis 2001 die First Lady. Ihre Ambitionen, selbst Justizministerin zu werden, konnte sie nicht durchsetzen. Doch wurde sie als Leiterin der Task Force of National Health Care Reform eingesetzt, die eine Reform des Gesundheitssystems zum Ziel hatte. Obwohl die daraus resultierenden Vorschläge abgelehnt wurden, flossen einzelne Ideen in ein staatliches Gesundheitsprogramm ein, das sich seit 1997 Kindern nichtversicherter Eltern annimmt. Bill Clintons zweite Amtszeit überschattete die sogenannte Lewinsky-Affäre. Diese beruhte auf einem Verhältnis, das Clinton mit seiner Praktikantin unterhielt. Ein daraus resultierender Antrag auf Amtsenthebung wurde abgelehnt. Nach seiner zweiten Amtszeit als Präsident bewarb sich Hillary Clinton um das Amt der Senatorin des Bundesstaates New York. Die Wahl gegen den republikanischen Kandidaten entschied sie klar für sich  und wurde von US-Vizepräsident Al Gore 2001 vereidigt.

Außenministerin

Außenministerin Clinton mit Russlands Außenminister Lawrov im September 2012
Foto: East Asia and Pacific Media Hub U.S., Wikipedia Commons

Schließlich verkündete sie 2007, im Rennen um die US-Präsidentschaft als demokratische Kandidatin antreten zu wollen. Als erste Frau mit Aussicht auf das Präsidentenamt erhielt sie zunächst großen Zuspruch und sammelte ähnlich wie Obama rund 100 Millionen US-Dollar Spendengelder für ihren Wahlkampf. Vor allem innerparteilich wurde sie wiederholt für ihre anfängliche Unterstützung des Irak-Kriegs und  teilweise konservativer Ansichten  kritisiert. So holte sie zwar während der Vorwahlen in 21 Bundesstaaten Siege, konnte aber nicht die Mehrheit der Delegierten-Stimmen auf sich vereinen. Als sich im Vorwahlkampf 2008 ein deutlicher Vorsprung ihres demokratischen Konkurrenten Barack Obama abzeichnete, zog sie ihre Kandidatur zurück. Nach dessen Wahlsieg aber ernannte er Clinton zur Außenministerin. In dieser Funktion war Clinton bis 2013 Teil des Kabinetts. Während dieser Zeit bereiste sie 112 Länder und damit mehr, als jeder ihrer Vorgänger. Auch erfreute sich die Politikerin hoher Beliebtheitswerte, obwohl sie sowohl Fehler im Libyen-Einsatz, wie auch Versagen im Angriff auf die Botschaft in Bengasi einräumte.

Wahlkampf 2016

Foto: United States Department of State

Eine weitere Amtszeit schloss die Politikerin mit dem Verweis aus, sie wolle sich mehr für Bürgerrechte engagieren. Gerüchte über eine weitere Kandidatur im Präsidentschaftswahlkampf 2016 schloss sie zunächst aus. Erst 2015 gab Hillary Clinton ihre zweite Kandidatur im Kampf um die US-Präsidentschaft bekannt. Ihr wurden bereits früh große Chancen eingeräumt und obwohl ihr schärfster Kandidat Bernie Sanders während der Vorwahlen den Abstand deutlich verringert hatte, blieb sie in Umfragen vorne. Zudem hatte sich eine deutliche Mehrheit der demokratischen Kongressmitglieder, sowie eine große Anzahl an Gouverneuren für sie ausgesprochen. Beim Nominierungsparteitag der Demokraten in Philadelphia stimmten am 26. Juli 60 Prozent der Delegierten für sie, ihr Konkurrent Bernie Sanders erhielt 39 Prozent der Stimmen.

Mehr Informationen zu den Positionen Hillary Clintons im Wahlkampf finden Sie hier.

Nach oben

Quellen

Website von Hillary Clinton:
Clinton

Biography.com:
Hillary Clinton

Der Spiegel 1993:
Die blonde Eminenz

Spiegel Online:
Hillary Clinton

Wikipedia:
Hillary Clinton